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Ratgeber

Yogamatten für Hot Yoga: Griff, wenn es tropft

Im Hot Yoga üben Sie in Räumen mit rund 35 bis 40 Grad. Nach zehn Minuten ist jede Matte feucht – und viele werden dann so glatt wie ein Badezimmerboden. Die richtige Oberfläche macht hier den Unterschied.

Warum Matten bei Schweiß rutschig werden

Eine geschlossenporige Oberfläche – typisch für PVC und viele TPE-Matten – nimmt keine Feuchtigkeit auf. Der Schweiß bildet einen Film zwischen Haut und Matte, und dieser Film wirkt wie ein Schmiermittel. Eine offenporige Oberfläche dagegen saugt einen Teil der Feuchtigkeit auf. Die Haut bleibt in Kontakt mit dem Material.

Es gibt drei Wege, das Problem zu lösen: eine offenporige Matte, eine Matte mit Polyurethan-Deckschicht oder ein Handtuch, das auf der Matte liegt.

Offenporiger Naturkautschuk

Offenporige Kautschukmatten sind im Hot Yoga weit verbreitet. Sie greifen gut, müssen aber regelmäßig gereinigt werden, denn in den Poren sammeln sich Schweiß und Hautschuppen. Sie sind schwer und riechen anfangs.

PU auf Kautschuk

Matten mit einer dünnen Polyurethan-Schicht auf Naturkautschuk gelten als die griffigsten, die es gibt. Hersteller wie Liforme und Manduka mit einzelnen Linien setzen darauf. Der Nachteil: PU verträgt kein direktes Sonnenlicht, keine Öle und keine aggressiven Reiniger. Die Deckschicht nutzt sich mit der Zeit an den Stellen ab, an denen Hände und Füße stehen.

Handtuch auf der Matte

Die günstigste Lösung ist ein spezielles Yogahandtuch in Mattengröße. Mikrofasertücher werden nass griffiger als trocken – zu Beginn der Stunde kann man sie mit etwas Wasser besprühen. Modelle mit Silikonnoppen auf der Unterseite verrutschen nicht auf der Matte. Ein ausführlicher Vergleich steht im Beitrag Yogamatte oder Yogahandtuch.

Praxistipp

Das Handtuch hat einen weiteren Vorteil: Es kommt nach jeder Stunde in die Waschmaschine. Die Matte darunter bleibt deutlich sauberer.

Dicke und Gewicht

Für Hot Yoga reichen 3 bis 5 mm. Eine dickere Matte wird mit Feuchtigkeit nicht griffiger, dafür schwerer zu reinigen und zu trocknen. Da viele Hot-Yoga-Studios Matten stellen, lohnt es sich zu fragen, bevor Sie eine eigene kaufen.

Hygiene nach der Stunde

Nach jeder Hot-Yoga-Stunde sollte die Matte feucht abgewischt und ausgerollt getrocknet werden. Zusammengerollt und feucht in der Tasche entstehen Gerüche und im schlimmsten Fall Schimmel. Wie Sie dabei vorgehen und welche Mittel geeignet sind, steht in den Beiträgen zur Reinigung und zu Mattenreinigern.

Aufgepasst

Hitze belastet den Kreislauf. Wer Herz-Kreislauf-Probleme hat, schwanger ist oder Medikamente nimmt, sollte vor dem ersten Hot-Yoga-Kurs ärztlich abklären lassen, ob die Praxis geeignet ist. Trinken Sie vor und nach der Stunde ausreichend.

Wenn das Studio Matten stellt

Viele Hot-Yoga-Studios stellen Matten und verleihen oder verkaufen Handtücher. Für den Anfang ist das die beste Lösung: Sie lernen die Praxis kennen, ohne gleich eine Spezialmatte zu kaufen. Bringen Sie trotzdem ein eigenes Handtuch mit, das auf die Leihmatte kommt. Das ist hygienischer und verbessert den Griff.

Wer regelmäßig geht, wird irgendwann eine eigene Matte wollen. Dann lohnt es sich, im Studio auf die Matten der anderen zu schauen und zu fragen, womit sie zufrieden sind. Erfahrungen aus derselben Hitze sind wertvoller als jede Produktbeschreibung.

Die Matte nach der Stunde

Nach dem Hot Yoga ist die Matte nass. Rollen Sie sie nicht sofort ein, sondern wischen Sie sie im Studio kurz ab. Zu Hause wird sie ausgerollt oder über eine Stange gehängt, bis sie vollständig trocken ist – im Schatten, nicht auf der Heizung. Offenporige Matten brauchen dafür länger als geschlossene. Wer zwei Stunden kurz hintereinander besucht, wechselt am besten zwischen zwei Matten oder nutzt ein Handtuch, damit die Matte selbst trockener bleibt.

Checkliste

  • Oberfläche offenporig oder PU, alternativ Handtuch auf vorhandener Matte
  • 3 bis 5 mm Dicke
  • leicht zu reinigen, schnell trocknend
  • ein zweites Handtuch für Gesicht und Hände