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Ratgeber

Yogamatte reinigen: So hält die Matte länger

Auf einer Yogamatte landen Schweiß, Hautschuppen, Straßenstaub und Hautcreme. Regelmäßige, sanfte Reinigung hält sie hygienisch und griffig – und verlängert ihr Leben um Jahre. Entscheidend ist, das Material zu kennen.

1

Ausschütteln, trocken abwischen

2

Mildes Wasser, weiches Tuch

3

Nachwischen mit klarem Wasser

4

Flach oder hängend trocknen

Die tägliche Pflege

Nach jeder Praxis genügt es, die Matte mit einem feuchten Tuch abzuwischen und ausgerollt trocknen zu lassen. Bei trockener, kurzer Praxis reicht auch ein trockenes Tuch. Wichtig ist, die Matte nicht feucht zusammenzurollen.

Die gründliche Reinigung

Alle zwei bis vier Wochen, bei Hot Yoga häufiger, verdient die Matte eine gründlichere Reinigung:

  1. Staub und Haare mit einem trockenen Tuch oder durch Ausschütteln entfernen.
  2. Lauwarmes Wasser mit wenigen Tropfen mildem, pH-neutralem Reiniger mischen.
  3. Mit weichem Tuch oder Schwamm über die Oberfläche wischen, ohne zu schrubben. Die Unterseite nicht vergessen.
  4. Mit klarem Wasser nachwischen, damit keine Seifenreste zurückbleiben – sie machen die Matte rutschig.
  5. Flach liegend oder über einer Stange hängend im Schatten trocknen lassen.

Nach Material

MaterialGeeignetVermeiden
PVCmilde Seife, gelegentlich EssigwasserÖle, Lösungsmittel
TPEWasser, sehr milde SeifeHitze, Scheuermittel
NaturkautschukWasser, milde SeifeÖle, Sonne, Essig in hoher Konzentration
Korknur feucht abwischenEinweichen, Schrubben
PU auf KautschukWasser, weiches TuchReiniger mit Alkohol oder Öl
Baumwolle, Juteoft Handwäsche oder Schonwaschgang (Herstellerhinweis)Trockner

Aufgepasst

Ätherische Öle stehen auf vielen Hausmittel-Rezepten. Für Naturkautschuk und PU sind sie problematisch: Öle können das Material aufweichen und die Oberfläche glätten. Wer einen Duft möchte, gibt höchstens einen Tropfen ins Wischwasser und wischt gründlich nach.

Hausmittel: was funktioniert

Wasser mit etwas mildem Spülmittel oder neutraler Seife reinigt die meisten Matten ausreichend. Verdünnter Essig (etwa eins zu drei mit Wasser) wirkt gegen Gerüche und eignet sich für PVC und TPE, bei Kautschuk nur sparsam. Mit Desinfektionsmittel auf Alkoholbasis sollten Sie zurückhaltend sein; es trocknet viele Materialien aus.

Trocknen und Lagern

Die meisten Schäden entstehen nicht beim Reinigen, sondern beim Trocknen und Lagern:

  • Keine Sonne: UV-Licht lässt Kautschuk und PU spröde werden und verfärben.
  • Keine Heizung: Hitze verformt TPE und PVC.
  • Locker rollen: Mit der Oberseite nach außen gerollt liegen die Ecken beim Ausrollen flach.
  • Nicht quetschen: Unter schweren Gegenständen bilden sich Dellen.

Leihmatten im Studio

Im Studio teilen sich viele Menschen dieselben Matten. Die meisten Studios reinigen sie regelmäßig, doch zwischen zwei Stunden bleibt oft nur Zeit für ein kurzes Abwischen. Wer Wert auf Hygiene legt, hat drei Möglichkeiten:

  1. Eigenes Handtuch über die Leihmatte legen – die einfachste Lösung.
  2. Eigene Matte mitbringen, gerade bei regelmäßigem Besuch.
  3. Leihmatte vor und nach der Stunde abwischen, wenn das Studio Spray und Tücher bereitstellt.

Mit Hautproblemen, kleinen Wunden oder Fußpilz gehört auf jeden Fall eine eigene Unterlage dazu – zum eigenen Schutz und dem der anderen.

Die Unterseite nicht vergessen

Beim Reinigen denken die meisten nur an die Oberseite. Die Unterseite liegt aber auf dem Boden – im Studio, im Park, auf dem Balkon – und nimmt Straßenschmutz auf. Beim Rollen gelangt dieser Schmutz auf die Oberseite. Wischen Sie deshalb bei der gründlichen Reinigung auch die Unterseite ab und lassen Sie beide Seiten trocknen, bevor Sie die Matte rollen.

Wann eine Matte ersetzt werden muss

Wenn die Oberfläche bröselt, Löcher an Händen und Füßen entstehen oder die Matte auch nach Reinigung dauerhaft rutscht, ist ihr Leben als Yogamatte vorbei. Weiterverwenden lässt sie sich trotzdem – als Unterlage im Garten oder Kofferraum. Welche Mittel sich für die regelmäßige Pflege eignen, zeigt der Beitrag über Yogamattenreiniger.