Ratgeber
Yogamattentaschen: Gurt, Beutel oder Rucksack?
Wer die Matte ins Studio trägt, merkt schnell: Eine aufgerollte Matte will sich wieder entrollen. Gurt, Beutel, Tasche oder Rucksack lösen das Problem – jede Lösung auf ihre Weise.

Der Tragegurt
Der einfachste Weg ist ein Gurt mit zwei Schlaufen, die um die gerollte Matte gelegt werden. Er wiegt fast nichts, passt an jede Mattendicke und kostet wenig. Viele Gurte lassen sich zusätzlich als Yogagurt für Dehnungen nutzen – ein praktisches Doppelleben, das im Beitrag über Hilfsmittel genauer beschrieben ist.
Nachteil: Die Matte ist ungeschützt gegen Regen und Straßenschmutz, und zusätzliche Dinge wie Handtuch oder Wasserflasche brauchen eine zweite Tasche.
Der Mattenbeutel
Ein Beutel aus Baumwolle oder Canvas mit Kordelzug umhüllt die ganze Matte. Er schützt vor Schmutz, meist nicht vor Regen. Wichtig ist die Passform: Ist der Beutel zu eng, wird das Einpacken zur Qual, ist er zu weit, rutscht die Matte darin hin und her.
Praxistipp
Messen Sie Ihre Matte gerollt. Der Innendurchmesser des Beutels sollte einige Zentimeter größer sein, die Innenlänge mindestens fünf Zentimeter mehr als die Mattenbreite. Breite Matten (über 66 cm) passen in viele Standardbeutel nicht hinein.
Die Tasche mit Fächern
Größere Yogataschen haben ein Hauptfach für die Matte und Seitentaschen für Handtuch, Flasche, Schlüssel und Kleidung. Sie sind praktisch für den Weg vom Büro ins Studio. Achten Sie auf einen breiten, gepolsterten Schultergurt: Eine Kautschukmatte mit 2,5 kg plus Inhalt wird auf einem dünnen Riemen schnell unangenehm.
Der Rucksack
Yogarucksäcke haben Riemen oder ein Außenfach, in das die Matte gesteckt wird. Das verteilt das Gewicht auf beide Schultern und lässt die Hände frei – ideal auf dem Fahrrad. Die Matte ragt dabei oft über den Kopf hinaus; in vollen Bahnen ist das weniger elegant.
Materialien
- Baumwolle und Canvas sind robust und waschbar, aber nicht wasserdicht.
- Nylon und Polyester sind leicht und wasserabweisend, wirken aber weniger natürlich.
- Netzeinsätze sorgen dafür, dass eine noch leicht feuchte Matte nicht muffig wird.
Hygiene
Die Tasche wird oft vergessen, dabei landet eine verschwitzte Matte darin. Waschen Sie Baumwollbeutel regelmäßig und packen Sie die Matte nach dem Hot Yoga nicht nass ein. Wie Sie die Matte selbst sauber halten, steht im Beitrag zur Reinigung.
Die Matte richtig rollen
Wie eine Matte gerollt wird, entscheidet mit darüber, in welche Tasche sie passt und wie sie sich beim nächsten Ausrollen verhält:
- Oberseite nach außen: So rollen sich die Enden beim Ausrollen nicht hoch, sondern liegen flach auf dem Boden.
- Fest, aber nicht gequetscht: Ein fester Wickel passt in engere Beutel. Zu fest gerollte Kautschukmatten behalten allerdings eine leichte Rundung.
- Von der Seite, die zuletzt oben lag: Wer immer vom selben Ende rollt, bekommt dort mit der Zeit eine dauerhafte Welle.
Dünne Reisematten werden oft gefaltet statt gerollt. Für sie gibt es flache Taschen, die in Rucksack oder Koffer passen.
Die Tasche als Aufbewahrung
Zu Hause kann die Tasche auch Aufbewahrung sein: Eine Matte in einem Beutel steht aufrecht in der Ecke, staubt nicht ein und ist vor Sonnenlicht geschützt. Wer mehrere Hilfsmittel hat – Blöcke, Gurt, Decke –, findet in größeren Taschen einen festen Platz dafür. Das senkt die Schwelle, schnell einmal eine Übungseinheit einzulegen.
Welche Lösung passt?
| Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Kurzer Weg, Matte trocken | Tragegurt |
| Öffentliche Verkehrsmittel | Beutel oder Tasche |
| Direkt aus dem Büro | Tasche mit Fächern |
| Fahrrad | Rucksack |
| Flugreise | faltbare Reisematte im Koffer |