Ratgeber
Yogamatten-Fragen: Die wichtigsten Antworten auf einen Blick
Manche Fragen tauchen immer wieder auf – im Studio, in Foren, in E-Mails. Hier sind die häufigsten, kurz beantwortet. Wer tiefer einsteigen will, folgt den Links zu den ausführlichen Beiträgen.
Kauf
Wie dick sollte eine Yogamatte sein?
Für die meisten Menschen passen 4 bis 5 mm. Dünner für Balance und dynamische Stile, dicker für empfindliche Knie und ruhige Praxis. Details im Leitfaden.
Wie lang muss eine Yogamatte sein?
Im Liegen sollten Kopf und Füße auf der Matte Platz haben. Das Standardmaß von etwa 183 cm genügt bis rund 1,80 m Körpergröße, darüber lohnen 200 cm.
Was kostet eine gute Yogamatte?
Gute Matten gibt es ab etwa 30 Euro, wie auch die Stiftung Warentest 2023 feststellte. Premiummatten über 100 Euro lohnen sich vor allem bei täglicher, intensiver Praxis.
Kann ich eine Gymnastikmatte für Yoga nehmen?
Für ruhige Stile und Dehnübungen ja. In Stehhaltungen und Balance sind dicke, weiche Gymnastikmatten zu wackelig. Mehr im Beitrag Yogamatte oder Gymnastikmatte.
Brauche ich Ausrichtungslinien?
Nein. Sie helfen beim Üben ohne Lehrkraft, sind aber kein Qualitätsmerkmal.
Material
Welches Material ist das beste?
Keines für alle. Naturkautschuk greift am besten, TPE ist leicht und frei von Weichmachern, Kork ist bei Feuchtigkeit griffig. Übersicht im Beitrag über umweltfreundliche Matten.
Ich habe eine Latexallergie. Welche Matte kommt infrage?
Matten aus TPE, PVC ohne Weichmacher, Baumwolle oder Wolle. Naturkautschuk und viele Korkmatten mit Kautschuk-Unterseite scheiden aus.
Warum riecht meine neue Matte?
Naturkautschuk riecht anfangs nach Gummi, manche Kunststoffe nach Chemie. Auslüften im Schatten hilft. Ein beißender Geruch, der nicht nachlässt, ist ein Grund zur Rückgabe.
Warum ist meine neue Matte rutschig?
Oft liegt noch ein Produktionsfilm auf der Oberfläche. Feucht abwischen und einige Übungseinheiten einlaufen lassen. Mehr dazu bei den rutschfesten Matten.
Weitere Fragen
Kann ich auf Teppich üben?
Ja, aber eine schwere, feste Matte funktioniert dort besser als eine leichte. Leichte Matten schlagen auf Teppich Wellen, und in Balancehaltungen gibt der weiche Untergrund zusätzlich nach.
Brauchen Kinder eine eigene Matte?
Für Kinderyoga genügen oft kürzere, leichte Matten. Wichtig ist, dass sie schadstoffarm sind – Kinder haben mehr Hautkontakt und nehmen gern etwas in den Mund. Eine Matte aus TPE oder Baumwolle ist hier eine vernünftige Wahl.
Warum hat meine Matte Dellen?
Vor allem TPE und weiche Schäume geben unter Fersen und Knien mit der Zeit nach. Das ist Verschleiß und lässt sich nicht rückgängig machen. Dichte Kautschukmatten sind dafür weniger anfällig.
Was ist eine Doppelmatte?
Manche Hersteller bieten Matten, die aus zwei Schichten mit unterschiedlicher Oberfläche bestehen, etwa eine glattere und eine griffigere Seite. So lässt sich die Matte je nach Stil umdrehen.
Kann ich zwei dünne Matten übereinanderlegen?
Das geht, verrutscht aber leicht. Besser ist eine dickere Einzelmatte oder eine gezielte Polsterung unter den Knien.
Pflege und Haltbarkeit
Wie oft muss ich die Matte reinigen?
Nach jeder Praxis kurz abwischen, alle zwei bis vier Wochen gründlich. Anleitung im Beitrag Yogamatte reinigen.
Darf die Matte in die Waschmaschine?
Nur, wenn der Hersteller es ausdrücklich erlaubt – meist bei Baumwoll- und manchen dünnen TPE-Matten. Kautschuk, Kork und PU gehören nicht hinein.
Wie lange hält eine Yogamatte?
Günstige TPE-Matten bei regelmäßiger Nutzung oft ein bis zwei Jahre, dichte Premiummatten deutlich länger. Sonne, Öl und falsches Lagern verkürzen jedes Mattenleben.
Wie lagere ich die Matte richtig?
Locker gerollt, mit der Oberseite nach außen, im Schatten und nicht neben der Heizung.
Was mache ich mit einer alten Matte?
Weiterverwenden: als Knieschoner im Garten, Kofferraumunterlage, Unterlage für Tierkörbchen oder Werkbank.