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Zubehör

Yogakissen (Bolster): Stütze für ruhige Praxis

Ein Yogakissen, auch Bolster genannt, ist eine lange, feste Rolle oder ein flaches Polster. Es trägt den Körper dort, wo er sich sonst halten müsste – und erlaubt so, in Haltungen wirklich loszulassen.

Wofür ein Bolster gut ist

In ruhigen Stilen wie Yin Yoga und restorativem Yoga werden Haltungen lange gehalten. Ohne Stütze arbeiten Muskeln mit, um den Körper in Position zu halten, und das verhindert Entspannung. Ein Bolster übernimmt diese Arbeit. Auch in der Endentspannung ist es hilfreich: unter den Knien entlastet es den unteren Rücken.

Rund oder rechteckig?

  • Rund: Gut für Rückbeugen, weil der Rücken sich über die Rundung legt, und unter den Knien. Kann seitlich wegrollen.
  • Rechteckig (flach): Stabiler, gut für Vorbeugen, für den Oberkörper im Schmetterling und als Sitzerhöhung.

Wer nur eines kauft, nimmt meist das rechteckige, weil es vielseitiger ist.

Füllungen

FüllungEigenschaftenPflege
Baumwollwattefest, formstabil, mittelschwerBezug waschbar, Füllung nicht
Dinkelspelzformbar, leicht raschelndFüllung lüften, nicht waschen
Buchweizenschalensehr formbar, schwerFüllung lüften, nicht waschen
Kapokleicht, weichFüllung nicht waschen

Praxistipp

Ein Bezug mit Reißverschluss erlaubt es, Füllung herauszunehmen oder nachzufüllen – und den Bezug zu waschen. Das ist bei Kissen, die viele Hautkontakte haben, ein echter Vorteil.

Typische Übungen

  1. Gestützte Rückbeuge: Das Bolster liegt längs unter dem Rücken, der Kopf ruht am Ende, Arme sinken seitlich. Ähnlich dem gestützten Fisch.
  2. Gestützte Kindhaltung: Das Bolster liegt längs zwischen den Knien, der Oberkörper ruht darauf.
  3. Schmetterling mit Stütze: Rückenlage auf dem Bolster, Fußsohlen aneinander, Knie fallen auf Blöcke.
  4. Beine erhöht: Die Unterschenkel liegen auf dem Bolster, der Rücken flach auf der Matte.

Worauf Sie beim Kauf achten

  • Festigkeit: Ein Bolster soll tragen, nicht nachgeben. Zu weiche Kissen fallen unter dem Körper zusammen.
  • Größe: Etwa 60 bis 70 cm Länge sind üblich. Für große Menschen darf es länger sein.
  • Gewicht: Füllungen aus Buchweizen machen das Kissen schwer – schön stabil, aber unhandlich für den Weg ins Studio.
  • Griff: Eine Schlaufe an der Stirnseite erleichtert das Tragen.

Bolster im Alltag

Ein Bolster muss nicht nur in der Yogastunde liegen. Viele nutzen es als Rückenstütze beim Lesen auf dem Boden, als Sitzkissen für die Meditation oder zum Hochlegen der Beine nach einem langen Tag. Wer ein festes, rechteckiges Kissen wählt, hat ein vielseitiges Möbelstück.

Pflege

Bezüge aus Baumwolle lassen sich meist bei 30 bis 40 Grad waschen – vorher die Füllung herausnehmen. Füllungen aus Dinkel und Buchweizen werden nicht gewaschen, sondern gelegentlich in der Sonne gelüftet und aufgeschüttelt. Riechen sie muffig oder zerfallen sie zu Staub, ist es Zeit für eine neue Füllung. Viele Hersteller bieten Nachfüllpacks an.

Wie viele Kissen?

Für die restorative Praxis nutzen Studios oft zwei bis drei Bolster pro Person. Zu Hause reicht eines, ergänzt um Decken und Blöcke. Wer viel Yin übt, schätzt ein zweites, flacheres Kissen.

Alternativen

Wer kein Bolster kaufen möchte, rollt zwei Decken fest zusammen und bindet sie mit einem Gurt. Das ist nicht ganz so stabil, genügt aber für den Anfang. Für die Meditation im Sitzen eignet sich dagegen ein eigenes Meditationskissen besser.