yogamatte·test

Zubehör

Yogablöcke: Kork, Schaum oder Holz?

Ein Yogablock ist ein einfaches Rechteck, und doch unterscheiden sich die Materialien deutlich: Kork ist fest und griffig, Schaum leicht und weich, Holz schwer und hart. Welcher Block passt, hängt davon ab, wie Sie ihn nutzen.

Zwei Yogablöcke aus Kork: fest, griffig und angenehm schwer.
Zwei Yogablöcke aus Kork: fest, griffig und angenehm schwer. Foto: Ian Alexander · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Wofür man Blöcke braucht

Blöcke verkürzen den Abstand zum Boden. Das ist in allen Haltungen nützlich, in denen die Hände den Boden nur mit rundem Rücken erreichen würden: Dreieck, Halbmond, Vorbeuge, Ausfallschritt. Im Sitzen heben sie das Becken, in gestützten Rückbeugen liegen sie unter den Schulterblättern, in der Krähe stehen die Füße darauf.

Die Materialien

Kork

Kork ist fest, griffig und stabil. Ein Korkblock kippt nicht, wenn man sich darauf stützt, und bleibt auch mit feuchten Händen griffig. Er ist schwerer als Schaum und an Kanten etwas hart. Kork ist ein nachwachsender Rohstoff aus der Rinde der Korkeiche. Mehr zum Material im Beitrag über umweltfreundliche Matten.

Schaumstoff (EVA)

Schaumblöcke sind leicht, weich und günstig. Sie sind angenehm, wenn der Block unter Knie, Kopf oder Rücken liegt. Als Stütze für das ganze Körpergewicht geben sie aber etwas nach, und die Oberfläche wird bei Schweiß rutschig.

Holz und Bambus

Holzblöcke sind sehr stabil und langlebig, aber hart, schwer und bei Feuchtigkeit rutschig. Sie eignen sich vor allem für Stützfunktionen und für Menschen, die maximale Stabilität wollen.

MaterialGewichtGriffStabilitätKomfortPreis
Korkmittel bis schwersehr gutsehr gutmittelmittel
Schaum (EVA)leichtmittelmittelsehr gutgünstig
Holz, Bambusschwerschwachsehr gutgeringmittel bis hoch

Maße

Verbreitet sind Blöcke von etwa 23 × 15 × 7,5 cm. Durch die drei Seitenlängen ergeben sich drei Höhen – flach, hochkant und aufrecht. Es gibt auch schmalere Blöcke (5 cm) und Halbblöcke. Für den Einstieg sind zwei Standardblöcke die vielseitigste Wahl: Viele Übungen brauchen einen Block unter jeder Hand.

Praxistipp

Wer unsicher ist, kauft einen Kork- und einen Schaumblock. So stehen beide Eigenschaften zur Verfügung – Stabilität und Komfort.

Fünf Übungen mit Block

  1. Dreieck: Die untere Hand liegt auf dem Block neben dem vorderen Fuß.
  2. Sitzende Vorbeuge: Ein Block unter dem Gesäß kippt das Becken nach vorn.
  3. Gestützte Brücke: Ein Block liegt unter dem Kreuzbein, das Becken ruht darauf.
  4. Herabschauender Hund: Hände auf Blöcken entlasten die Schultern.
  5. Fisch: Ein Block quer unter den Schulterblättern, ein zweiter unter dem Kopf.

Ein Block oder zwei?

Einige Übungen brauchen nur einen Block: das Dreieck, die gestützte Brücke, der Sitz auf dem Block. Andere brauchen zwei: der Hund mit Händen auf Blöcken, der gestützte Fisch, Vorbeugen mit symmetrischer Stütze. Wer sich einen Block kauft, merkt meist bald, dass ein zweiter fehlt. Viele Anbieter verkaufen Blöcke deshalb im Zweierpack.

Blöcke für andere Zwecke

Blöcke sind nicht nur im Yoga nützlich. Im Pilates stützen sie den Kopf in Rückenlage, beim Dehnen nach dem Laufen helfen sie in der Vorbeuge, in der Meditation dienen sie als niedriges Sitzkissen. Wer wenig Platz hat, freut sich über ein Hilfsmittel, das so vielseitig ist.

Woran man einen guten Block erkennt

Ein guter Block hat gerundete Kanten, damit er unter Händen und Rücken nicht drückt, eine Oberfläche, die nicht rutscht, und eine Dichte, die unter Körpergewicht nicht nachgibt. Bei Korkblöcken sollte die Oberfläche fein und gleichmäßig sein, ohne Löcher oder ausbrechende Stellen.

Pflege

Kork mit einem feuchten Tuch abwischen und trocknen lassen, nicht einweichen. Schaum lässt sich mit Wasser und milder Seife reinigen. Holz mit einem leicht feuchten Tuch abwischen. Alle Blöcke sollten nicht in praller Sonne liegen – Kork und Schaum verfärben sich.