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Yogastil

Yogastile im Überblick: Von Hatha bis Hot Yoga

Wer zum ersten Mal ein Kursprogramm liest, steht vor einer Liste fremder Namen. Hinter ihnen verbergen sich sehr unterschiedliche Übungsweisen – vom stillen Verweilen bis zum schweißtreibenden Flow. Hier die wichtigsten im Überblick.

1,5 mmReise3 mmFlow, Balance4 mmAllround5 mmStudio, Hatha6 mmKnie-sensibel8 mmPilates10+ mmGymnastikJade: Yogamatten · Mauve: Gymnastik- und Pilatesmatten

Hatha Yoga

Der Oberbegriff für körperbetontes Yoga. Im Kursalltag meint „Hatha“ meist eine ruhige Stunde mit gehaltenen Haltungen, Atemübungen und Entspannung. Ideal für den Einstieg. Mehr im Beitrag über Hatha Yoga.

Vinyasa

Haltungen fließen im Atemrhythmus ineinander, verbunden durch den Sonnengruß. Jede Stunde ist anders aufgebaut. Dynamisch, oft schweißtreibend.

Ashtanga

Eine festgelegte Abfolge von Haltungen, die in Serien aufeinander aufbauen. Verbreitet wurde der Stil von K. Pattabhi Jois aus Mysore. Geübt wird entweder angeleitet oder im „Mysore-Stil“, bei dem jede Person ihr eigenes Tempo geht.

Iyengar

Benannt nach B. K. S. Iyengar, der großen Wert auf genaue Ausrichtung legte und dafür Hilfsmittel wie Blöcke, Gurte, Decken und Stühle nutzte. Viele Hilfsmittel, die heute in jedem Studio liegen, gehen auf seine Praxis zurück. Mehr dazu unter Hilfsmittel.

Yin Yoga

Haltungen werden im Sitzen und Liegen mehrere Minuten gehalten, die Muskulatur bleibt möglichst entspannt. Ein ruhiger Gegenpol zu dynamischen Stilen. Mehr im Beitrag über Yin Yoga.

Kundalini Yoga

Verbindet Haltungen, Atemübungen, Mantras und Meditation in festgelegten Übungsreihen („Kriyas“). Der Stil wurde im Westen durch Yogi Bhajan bekannt; gegen ihn wurden 2020 schwere Missbrauchsvorwürfe öffentlich, mit denen sich viele Lehrende seither auseinandersetzen.

Hot Yoga

Sammelbegriff für Yoga in beheizten Räumen, oft um 35 bis 40 Grad. Der Körper wird schneller warm, der Kreislauf stärker belastet. Für die Matte die größte Herausforderung – mehr im Beitrag über Matten für Hot Yoga.

Restoratives Yoga

Wenige Haltungen, lange gehalten, vollständig gestützt durch Kissen, Decken und Blöcke. Ziel ist tiefe Entspannung. Wer gestresst ist oder sich von Krankheit erholt, findet hier einen sanften Weg.

Welche Matte zu welchem Stil?

StilTempoDickeWorauf es ankommt
Hatharuhig4–6 mmGriff und Knieschutz im Gleichgewicht
Vinyasadynamisch3–5 mmGriff bei Schweiß, Stabilität
Ashtangadynamisch3–5 mmHaltbarkeit, Griff
Iyengarruhig, präzise4–5 mmStabilität, dazu viele Hilfsmittel
Yinsehr ruhig5–6 mmDämpfung, Wärme
Kundaliniwechselnd5–6 mmSitzkomfort, oft mit Fell oder Decke
Hot Yogadynamisch3–5 mmGriff bei Nässe, Handtuch
Restorativsehr ruhig5–8 mmDämpfung, Kissen und Decken

Kurz gesagt

Wer mehrere Stile übt, liegt mit einer 4- bis 5-mm-Matte aus Naturkautschuk oder TPE fast immer richtig. Für ruhige Stile kommt eine Decke dazu, für schweißreiche ein Handtuch.

Stile und Lehrkräfte

Die Stilbezeichnungen sagen weniger aus, als man denkt. Zwei „Vinyasa“-Stunden in unterschiedlichen Studios können sich völlig unterscheiden – in Tempo, Anspruch, Musik und Atmosphäre. Viele Lehrkräfte verbinden Elemente mehrerer Stile. Deshalb lohnt es sich, eine Stunde bei verschiedenen Lehrenden auszuprobieren, bevor man sich festlegt.

Online oder im Studio?

Onlinekurse sind bequem und günstig. Für den Einstieg haben Präsenzstunden aber einen großen Vorteil: Die Lehrkraft sieht, wie Sie eine Haltung ausführen, und kann korrigieren. Wer online beginnt, sollte zumindest gelegentlich eine Stunde vor Ort besuchen – und zu Hause mit einer Matte üben, die sicheren Stand gibt.

Stile verbinden

Viele Praktizierende kombinieren mehrere Stile: einen dynamischen für Kraft und Ausdauer, einen ruhigen für Beweglichkeit und Erholung. Diese Mischung ist oft ausgewogener als ein einziger Stil. Für die Matte bedeutet das meist eine Allround-Matte mit 4 bis 5 mm und eine Decke für die ruhigen Tage.

Wie man den richtigen Stil findet

Probieren. Viele Studios bieten Probestunden an. Achten Sie weniger auf den Namen als auf die Lehrkraft: Eine gute Hatha-Stunde kann dynamischer sein als eine schlechte Vinyasa-Stunde. Und wer nach der ersten Stunde nicht begeistert ist, sollte einen anderen Stil ausprobieren, bevor er Yoga abschreibt.

Quellen und weiterführende Links