Ratgeber
Manduka-Yogamatten: Was hinter dem Ruf der PRO steckt
Kaum eine Yogamatte hat einen so festen Ruf wie die Manduka PRO: schwer, dicht, nahezu unverwüstlich. Wir haben die Matte nicht selbst im Labor geprüft, aber Herstellerangaben, Material und Einsatzbereich ausgewertet.
Die Marke in Kürze
Manduka wurde 1997 von Peter Sterios gegründet, einem Yogalehrer und Architekten aus Kalifornien. Der Name leitet sich vom Sanskritwort für Frosch ab, das Logo zeigt einen stilisierten Frosch. Heute bietet Manduka neben Matten auch Blöcke, Gurte, Handtücher und Kleidung an.
Die PRO: dicht, schwer, langlebig
Die PRO ist das Aushängeschild. Sie ist 6 mm dick und für eine Matte dieser Stärke erstaunlich fest: Sie dämpft, ohne dass man einsinkt. Das Material ist ein dichter PVC-Schaum mit geschlossener Oberfläche. Das hat zwei Folgen:
- Die Matte nimmt keinen Schweiß auf und lässt sich leicht reinigen.
- Neu ist sie ausgesprochen glatt. Manduka empfiehlt selbst, die Oberfläche einzuarbeiten, etwa mit grobem Salz. Viele Nutzer beschreiben eine Einlaufzeit von Wochen.
Manduka gibt auf die Matten der PRO-Serie eine lebenslange Garantie, wenn sie bestimmungsgemäß genutzt und gepflegt werden. Die genauen Bedingungen stehen beim Hersteller.
Kurz gesagt
Die PRO ist keine Matte für den schnellen Griff aus dem Karton, sondern eine für Jahre. Wer täglich übt, bekommt dafür ein sehr haltbares Arbeitsgerät.
Was gegen die PRO spricht
Die PRO ist mit rund 3 kg schwer und damit keine Matte, die man gern jeden Tag trägt. Sie besteht aus PVC – nach Herstellerangaben emissionsarm und nach OEKO-TEX zertifiziert, aber eben nicht aus einem nachwachsenden Rohstoff. Und die glatte Oberfläche ist bei viel Schweiß nicht ideal; hier greifen viele zum Handtuch.
PROlite und PRO Travel
Die PROlite ist die dünnere und leichtere Variante mit etwa 4,7 mm. Sie hat dieselbe Materialphilosophie, wiegt aber deutlich weniger und ist die bessere Wahl für den Weg ins Studio. Die PRO Travel ist eine dünne Auflage für unterwegs.
eKO: Naturkautschuk statt PVC
Die eKO-Linie besteht aus Naturkautschuk. Sie greift von Anfang an besser als die PRO, riecht aber anfangs nach Gummi und ist nicht für Menschen mit Latexallergie geeignet. Es gibt sie in mehreren Stärken, von der dünnen Reisematte bis zur Allround-Matte.
Lohnt sich der Preis?
Das hängt von der Nutzung ab. Wer zweimal im Monat übt, zahlt für Haltbarkeit, die er nie ausschöpft. Wer täglich übt, besonders in fordernden Stilen, rechnet anders: Eine Matte für über 100 Euro, die ein Jahrzehnt hält, ist günstiger als eine billige Matte, die jedes Jahr ersetzt wird.
Wie sich Manduka von anderen Premiummarken unterscheidet, zeigt der Markenvergleich. Wer vor allem Griff sucht, sollte sich auch Liforme ansehen.
Das Einlaufen der PRO
Die glatte Oberfläche einer neuen PRO ist das häufigste Thema in Erfahrungsberichten. Manduka beschreibt selbst ein Verfahren, um die Matte schneller griffig zu machen: Grobes Meersalz wird auf der leicht angefeuchteten Oberfläche verteilt, mit einem weichen Tuch eingerieben, einige Zeit einwirken gelassen und dann gründlich abgewischt. Danach trocknet die Matte, bevor sie benutzt wird. Die genaue Anleitung sollte man beim Hersteller nachlesen, weil sie sich für einzelne Linien unterscheiden kann.
Wichtiger als jedes Verfahren ist aber Zeit. Die Oberfläche wird mit regelmäßiger Nutzung griffiger. Wer die PRO kauft, sollte die ersten Wochen einplanen – und vielleicht ein Handtuch für schweißreiche Stunden.
Eine Matte für viele Jahre
Wer eine Matte kauft, die ein Jahrzehnt halten soll, sollte auch an ihr Leben denken: Wo wird sie gelagert? Wird sie oft getragen? Übt man in einigen Jahren noch denselben Stil? Eine schwere Matte, die gut zur heutigen Praxis passt, kann in einer anderen Lebensphase – mit weiterem Weg zum Studio, mit Kindern, mit anderen Stilen – zur Last werden. Die Garantie hilft dann wenig. Gerade deshalb lohnt es sich, vor dem Kauf ehrlich zu sein, wie und wo man in den nächsten Jahren üben wird.
Pflege der PRO
Die geschlossene Oberfläche macht die Reinigung einfach: feucht abwischen, gelegentlich mit einem milden Mattenreiniger. Wichtig ist, die Matte nicht dauerhaft in die Sonne zu legen. Tipps dazu im Beitrag zur Mattenreinigung.