yogamatte·test

Ratgeber

Gaiam-Yogamatten: Die Einsteigermarke im Überblick

Gaiam ist in vielen Ländern die Marke, mit der Menschen ihre erste Yogamatte kaufen: bunt, günstig, überall erhältlich. Hier geht es darum, was man für das Geld bekommt – und was nicht.

Eine Gaiam-Yogamatte mit Muster: Die Marke ist für ihre große Designauswahl bekannt.
Eine Gaiam-Yogamatte mit Muster: Die Marke ist für ihre große Designauswahl bekannt. Foto: FASTILY · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Die Marke

Gaiam wurde 1988 von Jirka Rysavy in Colorado gegründet und war zunächst ein Versandhändler für Yoga-Videos und „Lifestyle“-Produkte. Die Yoga- und Fitnessmarke wurde 2016 an die Sequential Brands Group verkauft, das ursprüngliche Unternehmen konzentriert sich seither unter dem Namen Gaia auf Streaming. Für Käufer spielt das kaum eine Rolle, erklärt aber, warum Gaiam heute vor allem als Handelsmarke in Sportgeschäften und Kaufhäusern auftritt.

Das Sortiment

Das Kernsortiment sind Matten mit 4 bis 6 mm in vielen Farben und Mustern. Die klassischen Modelle bestehen aus PVC-Schaum, daneben gibt es Linien aus TPE und Matten mit Kork- oder Jute-Oberfläche. Die Namen der Linien ändern sich immer wieder; entscheidend sind die Materialangaben auf der Verpackung.

Praxistipp

Achten Sie beim Kauf auf den Materialhinweis. Wenn eine Gaiam-Matte „PVC“ angibt, lohnt der Blick auf Hinweise wie „6P-frei“ oder „frei von Phthalaten“. Fehlen sie, greifen Sie zu einer TPE-Variante.

Was die Matten gut können

  • Preis: Die Matten sind günstig und damit ein risikoarmer Einstieg.
  • Dämpfung: Die weichen 5- und 6-mm-Modelle sind angenehm für Knie und Rücken.
  • Leichtigkeit: Die meisten Matten wiegen um 1 bis 1,5 kg.
  • Auswahl: Farben und Muster machen die Matte zu einem Gegenstand, den man gern ausrollt – und das ist für eine regelmäßige Praxis nicht zu unterschätzen.

Wo die Grenzen liegen

  • Griff bei Schweiß: Geschlossene PVC- und TPE-Oberflächen werden bei feuchten Händen glatt.
  • Haltbarkeit: Bei täglicher, dynamischer Praxis entstehen schneller Abrieb und Dellen als bei dichten Premiummatten.
  • Stabilität: Die weichen, dicken Modelle geben in Balancehaltungen nach.

Für wen sich Gaiam eignet

Für Einsteiger, für gelegentliche Praxis zu Hause und für ruhige Stile sind Gaiam-Matten eine vernünftige Wahl. Wer merkt, dass Yoga bleibt, und in dynamischere Stile wechselt, wird irgendwann eine griffigere, dichtere Matte wollen. Das ist kein Fehlkauf: Die alte Matte wird zur Zweitmatte, zur Unterlage für Pilates oder zur Auflage unter den Knien.

Wie sich Gaiam gegen Manduka und Liforme einordnet, steht im Markenvergleich. Einsteiger finden die wichtigsten Kriterien im Beitrag zur ersten Yogamatte.

Einsteigermatten im Laden erkennen

Gaiam steht stellvertretend für eine ganze Klasse von Matten: günstig, leicht, bunt, in Sportgeschäften und Kaufhäusern erhältlich. Innerhalb dieser Klasse gibt es gute und weniger gute Exemplare. Worauf Sie im Regal achten können:

  • Materialangabe: TPE oder PVC mit Hinweis auf fehlende Weichmacher. Fehlt jede Angabe, lieber weitersuchen.
  • Dicke: 4 bis 6 mm für den Einstieg. Sehr weiche 8-mm-Modelle sind eher für Gymnastik.
  • Geruch: Die Verpackung öffnen, wenn erlaubt. Ein beißender Geruch spricht gegen die Matte.
  • Oberfläche: Eine leichte Struktur greift besser als eine völlig glatte Folie.
  • Kanten: Sauber geschnittene Kanten ohne ausgefranste Ränder sind ein Zeichen ordentlicher Verarbeitung.

Die erste Matte als Übergang

Viele Praktizierende beginnen mit einer günstigen Matte und steigen nach ein oder zwei Jahren um. Das ist keine Geldverschwendung, sondern vernünftig: In dieser Zeit lernt man, welche Stile einem liegen, wie viel man schwitzt und ob man die Matte oft tragen muss. Die Entscheidung für eine teurere Matte wird dann auf Erfahrung getroffen statt auf Werbung.

Pflege

Die PVC- und TPE-Modelle lassen sich mit Wasser und mildem Reiniger abwischen. Nicht in die Waschmaschine – auch wenn manche Anleitungen im Netz das vorschlagen: Die Matten verziehen sich dabei leicht.

Quellen und weiterführende Links