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Yogastil

Partneryoga: Zu zweit auf der Matte

Beim Partneryoga üben zwei Menschen gemeinsam: Sie stützen, ziehen, balancieren und atmen miteinander. Anders als beim Acro Yoga bleiben meist beide am Boden. Das macht den Einstieg leicht – und die Frage nach der Matte interessant.

Was Partneryoga ausmacht

Partneryoga ist kein eigener Stil mit fester Tradition, sondern eine Art, bekannte Haltungen zu zweit zu üben. Die andere Person wird zur Stütze, zum Gegengewicht oder zum Hilfsmittel. Das ermöglicht Dehnungen, die allein schwer wären, und bringt eine spielerische Note in die Praxis. Es eignet sich für Paare, Freundinnen und Freunde, Eltern mit älteren Kindern.

Einfache Übungen für den Einstieg

  1. Rücken an Rücken atmen: Beide sitzen im Schneidersitz Rücken an Rücken und spüren den Atem der anderen Person. Ein guter Anfang, um anzukommen.
  2. Sitzende Drehung: Rücken an Rücken, beide drehen sich zur gleichen Seite und legen eine Hand auf das Knie des anderen.
  3. Doppelter Baum: Nebeneinander stehend, die inneren Arme umeinander gelegt, die äußeren Beine im Baum. Das gegenseitige Stützen macht die Balance leichter.
  4. Vorbeuge mit Zug: Gegenüber sitzend, Beine gegrätscht, Fußsohlen aneinander. Einer beugt sich vor, die andere Person lehnt sich zurück und zieht sanft an den Händen.
  5. Tempel: Gegenüber stehend, Hände aneinander, beide gehen rückwärts und beugen sich nach vorn, bis die Oberkörper ein Dach bilden.

Praxistipp

Die Person mit der geringeren Beweglichkeit bestimmt das Maß. Sprechen Sie während der Übung – „mehr“, „weniger“, „genug“ – statt stumm zu ziehen.

Welche Matte?

Für Übungen im Sitzen, bei denen beide eng beieinander sind, genügt eine breite Matte oder zwei Matten quer nebeneinander. Für Übungen im Stand, bei denen die Füße weit auseinander stehen, sind zwei Matten nebeneinander besser. Wichtig ist, dass die Matten nicht auseinanderrutschen – auf glattem Boden können sie mit einer rutschhemmenden Unterlage oder schlicht mit schweren Kautschukmatten fixiert werden.

Worauf Paare achten sollten

  • Unterschiedliche Größen und Gewichte sind kein Hindernis, erfordern aber Anpassung. Bei Zugübungen gibt die schwerere Person weniger Zug.
  • Keine Wettbewerbe: Es geht nicht darum, wer tiefer kommt.
  • Grenzen respektieren: Wer „Stopp“ sagt, meint es.

Hilfsmittel

Ein Gurt verbindet, wenn die Arme nicht reichen – etwa bei der Vorbeuge mit Zug. Blöcke helfen bei Sitzhaltungen, wenn die Hüften unterschiedlich beweglich sind. Mehr dazu im Beitrag über Hilfsmittel.

Partneryoga mit Kindern

Mit älteren Kindern ist Partneryoga eine schöne Art, gemeinsam aktiv zu sein. Wichtig ist, die Übungen an Größe und Gewicht anzupassen: Das Kind wird nicht getragen, und bei Zugübungen gibt der Erwachsene nur sanften Zug. Spielerische Namen – der Tempel wird zum „Dach“, der doppelte Baum zum „Wald“ – machen es für Kinder leichter. Eine eigene, kurze Matte für das Kind sorgt dafür, dass beide ihren Platz haben.

Atmen im Gleichklang

Eine besonders einfache und oft unterschätzte Übung: Beide sitzen Rücken an Rücken und versuchen, im selben Rhythmus zu atmen. Nach einigen Minuten stellt sich häufig ein gemeinsamer Atem ein. Viele Paare nutzen die Übung als Abschluss, auch unabhängig vom Yoga – zum Beispiel als ruhigen Moment am Abend.

Von hier aus weiter

Wer Freude an der gemeinsamen Praxis hat und sich mehr zutraut, findet im Acro Yoga die akrobatische Weiterführung – mit Base, Flyer und Spotter.